Unter Karl dem Großen wurde das Gastgeschenk des Kalifen von Bagdad, der weiße Elefant Abul Abbas von Aachen, zum Symbol für Toleranz . Im Jahr 797 nach christlicher Zeitrechnung, 4557 nach jüdischer und 175 nach muslimischer Zeitrechnung beginnen in Aachen drei Männer eine lange Reise: Die beiden fränkischen Gesandten Lantfried und Sigismund und der jüdische Kaufmann und Dolmetscher Isaak.

Karl der Große, König der Franken, schickt sie zu Harun ar-Rashid, dem Kalifen von Bagdad. Fünf Jahre später, am 20. Juli 802, kehrt Isaak aus dem Orient zurück und wird von Karl, inzwischen durch Papst Leo III. in Rom zum Kaiser gekrönt, in Aachen feierlich empfangen. Er bringt ein seltenes und kostbares Geschenk des Kalifen mit: Abul Abas, einen weißen indischen Elefanten.

Abul Abas ist der erste namentlich und urkundlich belegte Elefant nördlich der Alpen. Lantfried und Sigismund haben die beschwerliche Reise nicht überlebt. Die Reisenden durchquerten verschiedene Kulturen. Sie sprechen mit Christen, Juden und Muslimen. Alle diese Kulturen gehen davon aus, dass ihr jeweiliger Glaube der "Richtige" ist. Aber sie lernen jeweils auch von den anderen und achten einander. Diese Reise Isaaks und des weißen Elefanten von Bagdad durch das Heilige Land und weiter nach Aachen wurde 2003 in der Ausstellung "Ex oriente" nacherzählt.

Mit Blick auf diese Geschichte und in Erinnerung an den 810 plötzlich nach einer Rheinquerung verstorbenen Elefanten Abul Abbas hat die Bäckerei Moss den „weißen Elefanten“ als feine Printe wieder ins Leben gerufen.